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Ein intelligentes WolfHaus entsteht - Teil 1

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In den letzten Wochen und Monaten hat sich bei uns so einiges getan. Ich hatte mir zwar fest vorgenommen in dieser Zeit regelmäßig etwas zu schreiben, aber mehr als ein paar Wortfetzen und Kurzinformationen, welche alles andere als vorzeigbar gewesen wären, sind aus meinen guten Vorsätzen leider nicht hervorgegangen.
Da wir gerade in der aktiven Phase unseres Hausbaus sind, wird es wohl noch einiges an Zeit dauern, bis die Themen entsprechend aufbereitet sind und somit veröffentlicht werden können.

KNX- Projekt

Bis Anfang März war ich damit beschäftigt mein KNX- Projekt soweit voran zu treiben, dass die Funktionalitäten wie Licht, Beschattung und Heizung zumindest rudimentär funktionieren. Abgesehen von einigen kleineren Abweichungen habe ich mich an meine Ausarbeitung (siehe vorheriger Beitrag) gehalten und diese der Reihe nach abgearbeitet.

Während dieser Zeit habe ich auch etwas mit EDOMI herumexperimentiert; ich musste mich aber schlussendlich dazu entscheiden, dieses Thema erst einmal ad acta zu legen – zeitlich ging es sich einfach nicht mehr aus. Damit ich für die Inbetriebnahme und in der Zeit danach auf eine Visualisierung zurückgreifen kann, habe ich „vorerst“ meinen Loxone miniServer reaktiviert, diesen jedoch bis auf ein paar kleinere Funktionen ziemlich dumm gehalten. Das überführen der KNX Gruppen Adressen (GA’s), sowie die Implementierung für das Ein- und Aus- Schalten der KNX Beleuchtung in die LoxConfig fand ich irgendwann einfach nur ät… - Immer und immer wieder die gleichen Blöcke zusammenklicken.
Für das automatische Importieren der GA’s bin ich dann irgendwann auf das Tool Knx2Lox aufmerksam geworden, mit welchem das Überführen der GA’s um einiges schneller ging – Super Tool, welches in der kostenlosen Variante für Privatpersonen vollkommen ausreichend ist.

Erdarbeiten

ErdarbeitenAm 20. Februar war es bei uns endlich soweit, die ersten visuellen Veränderungen an unserem Grund wurden vorgenommen. Der Bagger war bereits am Freitag angeliefert worden und somit konnten wir zum Mittag die ersten baulichen Veränderungen an unserem Grundstück wahrnehmen.
Drei Tage später war die Baugrube ausgehoben, mit Riesel befüllt und die Feinabsteckung durch den beauftragten Geometer abgenommen.
Der erste Bauabschnitt verlief somit ohne unser Zutun und fast ohne Komplikationen. Bei einem Besuch unseres Baubetreuers wurde auf das teilweise stark auftretende Oberflächenwasser hingewiesen; ein Punkt, welchen wir bereits mit unserem Verkäufer besprochen hatten und somit für uns nichts Neues war. Diese Information war jedoch nicht zu unserem Baubetreuer vorgedrungen, sonst hätte uns dieser wohl bereits bei der Bemusterung zu einem Dichtbetonkeller mit druckdichten Fenstern geraten. Da wir auf einem spontanen Pool in unserem Keller durchaus verzichten können und der Aufpreis fast zu vernachlässigen war, haben wir kurzum diesen Änderungen zugestimmt.
An diesen Punkt zeigt sich mal wieder, dass manche Themen lieber doppelt und dreifach angesprochen werden sollten, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt.

Keller

 Verlegearbeiten - LeerschlauchAm 27. Februar wurde mit den Arbeiten unseres Kellers begonnen, so dass ich mit einiger Verzögerung am 12. März meinen ersten aktiven Arbeitstag auf unser Baustelle hatte. Das Fundament sowie die Innen- und Außen- Wände waren gegossen und beinhalten eine Vielzahl von UP- Dosen, deren Zuleitung wirr vom den oberen Enden der Wände herunterhingen.
Im Vorfeld hatte ich mit unserem Polier vereinbart, dass ich bei der finalen Verlegung der Leerschläuche auf der Kellerdecke mit dabei bin, um die Verbindungen der UP- Dosen untereinander gleich auf Richtigkeit überprüfen zu können. Dem Polier war dies mehr als recht, da er Sorge hatte, dass ihm bei meinen speziellen Wünschen/Vorgaben ein Fehler unterläuft.
Meine erste Aufgabe bestand also darin, die Schläuche zu sortieren und entsprechend der späteren Verbindung zu beschriften. Hier hat mir die Cimco Kati Blitz gute Dienste erwiesen, mit der ich schnell die jeweiligen Zugehörigkeiten zwischen UP- Dose und Leerschlauch feststellen konnte.
Das Verlegen und Verbinden der Leerschläuche auf der Kellerdecke am darauffolgenden Dienstag, waren dank dieser Arbeit schnell und unkompliziert erledigt.
Es dauerte dann aber noch bis zum 21. März bis der Keller mit Dämmung und Dichtwandbeschichtung sowie allem anderen fertig gestellt war.

Anschlüsse

Kanalanschluss

Da sich das Wetter leider nicht an den vorgegebenen Zeitplan von WolfHaus halten wollte, wurde der Keller mit gut einer Woche Verspätung fertig gestellt. Im Umkehrschluss hieß dies jedoch auch, dass das Zeitfenster für die Folgearbeiten kleiner wurde, da der Montagetermin des Hauses mit dem 27. März bereits feststand. Auf der einen Seite hatten wir das Glück, dass unser Erdbauer R. Langwieder die Erdarbeiten kurzfristig übernehmen konnte; auf der anderen Seite das Pech, dass die Thematik mit dem Kanal- und Wasser- Anschluss nicht so funktionierte, wie wir dies geplant hatten. Spontan konnten wir hier Josef Stadler für diese Aufgabe gewinnen, so dass am 22. März sämtliche Zu- und Ableitung zum Haus gelegt wurden und die Hinterfüllung erfolgen konnte. Nach gut 360 Tonnen an Materialzufuhr wurde die Hinterfüllung am 23. März abgeschlossen, so dass am Folgetag das Montagegerüst aufgestellt werden konnte – Punktlandung.
Auf das Thema mit einem größeren österreichischen Telefonanbieter mit dem Buchstaben „A“ und der Zahl „1“ gehe ich hier lieber nicht ein – Nur so viel: derzeit suche ich nach Alternativen, wobei es hierbei wohl auf LTE hinauslaufen wird.

Hausmontage

Die erste WandFür den ersten Montagetag hatte ich mir extra freigenommen, nicht, dass es etwas zu tun gäbe; ich war einfach nur neugierig und wollte bei der Montage dabei.
Als ich kurz vor sieben Uhr auf unsere Baustelle einbog, war auf dieser schon eine Menge los. Material und Werkzeug wurden „ins Haus“ getragen und der erste LKW wurde für das Entladen der Wände vorbereitet. Kurze Zeit später „flog“ schon die erste Wand am Harken an ihren zukünftigen Bestimmungsort. Pünktlich zum Mittag war das Erdgeschoss samt Zwischendecke montiert – Wahnsinn wie schnell das ging. Im zweiten Turn folgte das Obergeschoss, welches bereits zum späten Nachmittag fertig gestellt war.
In all der Zeit, in der ich fortan auf der Baustelle war, war ich mehr oder weniger damit beschäftigt nicht im Wege herumzustehen. Das Montageteam war so gut aufeinander eingespielt (so machte es zumindest für mich den Eindruck), dass ein Helfen eher einer Behinderung gleichkam. Auf der anderen Seite: Wenn ich mal Hilfe benötigte, sei es z.B. beim Aufschneiden einer Wand, war schnell die Kettensäge angeschmissen und die Arbeit erledigt. An diesem Punkt ein herzliches Dankeschön an das Montageteam.
Am zweiten Tag wurde der LAF- Schornstein und der Dachstuhl montiert, welcher am Folgetag bereits eingedeckt wurde. Nach gut vier Tagen waren zumindest rein visuell die meisten Tätigkeiten erledigt. In der folgenden Zeit waren die Monteuren mit der Volldämmung des Hauses und etlichen weiteren Aufgaben beschäftigt. Im Inneren wurde unsere Wohnraumlüftung sowie die Sanitäre Hauptinstallation verlegt – Ein Wahnsinn was sich dort nun an Rohren durch unsere Böden und Wände schlängelt.
Am Dienstag in der letzten Montagewoche wurde schließlich auch der BlowerDoor Test durchgeführt, welcher mit einem Wert von 0,28 wohl kaum zu schlagen ist. Hierbei wurde ausgiebig meine Konstruktion der Leitungsdurchführung (Ausgeschäumtes DN110 Rohr) zum Dachboden, sowie die Ausbeulungen für die eingeplanten LED- Spots getestet, welche jedoch nicht zu beanstanden waren. Bei den LED- Spots in der Außendecke, war ich überrascht wie unkompliziert dies schlussendlich gehandhabt worden ist, da eine Machbarkeit im Vorfeld immer als „kompliziert“ beschrieben wurde.
Insgesamt hatten wir an den Arbeiten der Monteure nichts zu meckern. Die Punkte welche wir hervorgebracht haben, waren entweder schon bekannt oder wurden anstandslos behoben. Bei Fragen oder Rat wurde einem eine verständliche und aussagekräftige Antwort geliefert – Was will man eigentlich mehr.
Somit verlief auch dieser Bauabschnitt für uns eher ruhig und vor allem ohne größere Vorkommnisse ab.

Elektro

DosenbeschriftungenIch habe mir lange Gedanken darübergemacht, wie ich meinem Elektriker die Vielzahl von UP- Dosen bzw. genau genommen deren Funktion näherbringen sollte. Im Groben wusste er zwar Bescheid, wie jedoch jede einzelne Dose im Haus verwendet werden sollte, davon wusste er bis dato nichts. Ich habe mich schlussendlich dann für die Variante entschieden, in der ich sämtliche Dosen mit

  • ihrer Bezeichnung (z.B. S_EG02_02) 
  • ihrer Funktion (z.B. 230 Volt) 
  • sowie mit der Stromkreisnummer der Verteilerplanung

beschriftet habe. Dies hatte unter anderem auch den Vorteil, dass ich die vorgefertigten Positionen der UP- Dosen auf Richtigkeit und die Machbarkeit der geplanten KNX- Ringleitung mit überprüfen konnte.
Für jede Etage im Haus habe ich eine eigenständige KNX- Leitung vorgesehen, die jeweils im Verteiler startet, die jeweiligen KNX- Teilnehmer der Etage anfährt und schlussendlich wieder offen im Verteiler endet. Hierzu habe ich mehrere Listen (pro Etage eine) erstellt, in der die jeweiligen Bezeichnungen der UP- Dosen der Reihe nach aufgelistet sind und so die KNX- Ringleitung beschreiben. Diese Liste habe ich später meinem Elektriker in die Hand gedrückt und dieser wusste somit gleich, wie es von mir gewünscht war.

In den ersten vier Tagen der zweiten Montagewoche war ich damit beschäftigt die Dosen zu beschriften, die KNX- Ringleitung oder auch die Steigleitung für die Leitungen zwischen Erd- und Obergeschoss vorzubereiten oder auch die ein oder andere Besorgung zu machen. Dies hätte ich sicherlich auch schneller erledigen können, da mich mein Elektriker jedoch auf Freitag vertrösten musste, sah ich keine Notwendigkeit mein Tun zu beschleunigen – Ich war schließlich auf Urlaub und nicht auf der Flucht.

KabelbaumPünktlich wie bestellt traf mein Elektriker bzw. dessen Angestellter Bernhard von Elektrotechnik Leper mit seinen Helfern am Freitagmorgen auf unserer Baustelle ein. Nach einer kleinen Einführung wurde damit begonnen die Leerverrohrung vorzunehmen, in der später die Leitungen von mir eingezogen wurden. Nach 5 weiteren Tagen waren 1200m Leerrohr verlegt, 350m KNX-, 360m Cat- und viele weiter Meter Leitung eingezogen.
Insgesamt verliefen die Elektroarbeiten dank der Vorbereitungen und der guten Zusammenarbeit mit den Haus- Monteuren unkompliziert und reibungslos ab. Die Art und Weise der Vorbereitungen im speziellen der Beschriftungen waren am Anfang für meinen Elektriker zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber schnell hatte dieser das zugrundeliegenden System verstanden und entsprechend die Verlegungen durchgeführt.

Einen Punkt, den ich aus dem Fokus verloren hatte, war die Satteliten- Schüssel. Diese hatte ich windgeschützt unterhalb des Dachvorsprunges an der Wand vorgesehen, dabei aber den Überstand des Daches leicht unterschätzt. Als wir die Schüssel montieren wollten, mussten wir feststellen, dass die Dachkonstruktion die Schüssel leicht überdeckt und somit der Empfang beeinträchtig werden würde. Nach kurzen Überlegungen haben wir uns schlussendlich dazu entschlossen diese auf dem Dach zu montieren.
Da der benötigte Ziegelstein für den Mast nicht vorhanden war, habe ich kurzum unseren Baubetreuer angerufen; zwei Werktage später wurde der Ziegelstein unkompliziert von den Haus- Monteuren ausgetauscht.
Der Mast bzw. die Schüssel ist zwar immer noch nicht montiert, wird wohl aber im Zuge der Verteilermontage in der kommenden Woche mit montiert werden.
Da sich der Dachvorsprung auch negativ auf die eingeplante Wetterstation auswirkte, wurde diese gleich mit auf dem Mast verlegt und hat somit nun die optimalste Lage.

So geht’s weiter

SchüttungLetzte Woche ist bei uns der Estrich verlegt/vergossen worden und somit rückt der Innenausbau, welchen wir Größen teils selbst vornehmen werden, verstärkt in unseren Fokus.

Da ich nicht weiß wie „stressig“ dies für uns werden wird, wird sich der nächste Beitrag wohl wieder noch ein wenig hinziehen.

Last modified on Sonntag, 12 August 2018 17:23

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